Sie und Er-Regatta

Es war ein wunderbarer Tag, der Freitag 14. Juni 2019. Die Sonne schien den ganzen Tag und eine schöne Bise erfreute die Vierwaldstätterseesegler. Bis eben kurz vor dem Skippermeeting unserer Sie + Er-Regatta. Denn kurz vor 18.00 zeigten sich vor dem Bojenfeld des Yacht-Clubs Luzern erste Windlöcher, genau da, wo wir eigentlich die Luv-Boje setzen wollten.

Nach der Begrüssung durch Sebastian Döpel, unserem neuen Regattaleiter und dem Skippermeeting bestiegen wir zügig unsere Boote und liefen aus dem Hafen aus. Die Startlinie vor dem Richard Wagner-Museum war rasch gelegt, kurze Zeit später dann auch noch die Luv-Boje vor der Hausermatte. Der Wind hatte zwischenzeitlich auf ein bis zwei Beaufort abgeflaut und weiter nach Norden gedreht.

Die zehn teilnehmenden Yachten und Jollen segelten pünktlich mit dem Startschuss los und versuchten den optimalen Weg für das zweimalige Umrunden des Bananenkurses zu finden. Dies war allerdings nicht ganz einfach denn der Wind flaute weiter ab und pendelte hin und her von Nordwest bis Nordost. Insgesamt war aber meist etwas Winddruck da, doch die kleine Corsaire musste sich den Weg zur Ziellinie hart verdienen. Der Wind hatte nämlich nach Süden gedreht und anstelle des Segelns mit Spinnacker mussten Peter und Hildegard die letzten Meter aufkreuzen und gegen die deutlich spürbare Strömung ankämpfen. Wenn das Reuss-Wehr vollständig geöffnet ist, spüren eben auch wir Segler Auswirkungen davon.

Zwischenzeitlich wurde eine neue Luv-Boje vor dem Schönbühl ausgelegt. Wir wollten nach dem letzten Zieldurchgang rasch noch einen zweiten, etwas kürzeren, Lauf starten, doch der ins Mittelland ausgreifende Föhn war hierzu zu schwach. So strichen die Segler die Segel, Henry und Anny vom Startschiff lichteten den Anker und die Bojencrew Roland und Pius zog die Anker der Bojen in das Motorboot und kurze Zeit später trafen wir uns wieder im Clubhaus.

Für den zweiten Teil des Abends hatte Anita feine Salate zubereitet, Hansruedi der Grillmeister den Grill eingeheizt und Simone die Tische gedeckt. Wir genossen ein feines Essen, spannen Seemannsgarn und diskutierten und plauderten uns durch viele schöne Themen. Natürlich gab es dazu auch das eine oder andere Bierchen 🙂

Die Auswirkungen des nationalen Frauenstreiktages hatten sogar wir vom Segelclub Tribschenhorn Luzern zu spüren! So fand unser Herbert keine Mitseglerin da eben alle möglichen Kandidatinnen streikten. So nahm Herbert als Einhandsegler trotzdem teil, aber halt ausser Konkurrenz.
Liebe Frauen: Eine von Euch hätte nur bei Herbert auf dem Schiff sitzen müssen und wäre sozusagen „gratis“ zu einem Regattasieg gekommen! Aber Moment mal, war doch nicht noch etwas wie eine Bojenberührung an der Startlinie mit vergessener Entlastung durch 360er-Kringel??

Allen Helfern sei an dieser Stelle herzlich gedankt! Sebastian hat seine Première mit Bravour gemeistert. Wir freuen uns auf die nächste Regatta 🙂

Rangliste:
1. Nina und Elmar (420er)
2. Tom und Sandra (Senorita)
3. Bruno und Dagmar (Salona 380)
4. Thomi und Anja (Dufour 335)
5. Paul und Carla (Inferno 29)
6. Alexander und Petra (29er)
7. Roli und Nina (Senorita)
8. Hans und Lea (H-Boot)
9. Peter und Hildegard (Corsaire)
Ausser Konkurrenz: Herbert (Inferno 29)

Text: Pius Kunz
Bilder: Hansruedi Tschudin und Pius Kunz