Mit der J/70 auf dem Bodensee – Bodenseebattle 2/2018

J/70 – Montfort Cup in Langenargen, Bodensee

  • Superbüsi verpasst schon früh den Regattasieg nach zweitem Frühstart – nur noch Rang 4.
  • J/70-Team SCT mit guten Einzelrängen auf Rang 14 von 21.

Vom 10.-12. Mai 2018 fand in Langenargen der traditionsreiche Montfort Cup statt. Von hochgezüchteten Renngeissen bis hin zur Einheitsklasse J/70, es haben insgesamt über 70 Boote an dieser Regatta teilgenommen. Es ist ein wunderschöner und super organisierter Anlass vor herrlicher Kulisse! Der SCT war vertreten durch Team Superbüsi (Roland, Pius, Samuel, Mathias) und dem J/70-Team des SCT mit Jan, Leo, Thomas und Cedric.

An drei Tagen wurden insgesamt 11 Läufe gesegelt. Der Donnerstag fing sportlich an, kühles und feuchtes Wetter mit rund 4-5 Windstärken und 5 gesegelten Läufen verlangten den Teams einiges an Energie ab. Schwerere Crews hatten hier Vorteile, die sie auch optimal nutzen konnten. Freitag dann die Wetterbesserung: bei Sonnenschein und 2 Windstärken wurden weitere 5 Läufe gesegelt, gegenüber dem Vortag konnten sich nun leichtere Teams besser in Szene setzen.

Team Superbüsi konnte eigentlich gut in die Regattaserie starten, die Ränge 5/4/3/5/3 liessen sich zeigen. Doch dann die Enttäuschung – zwei Frühstarts in den ersten 5 Läufen! Und noch schlimmer: auch bei 12 gesegelten Läufen gibt es nur einen Streicher. Superbüsi mit dem Rücken zur Wand!

Die nächste Überraschung kam dann abends beim Studium der Zwischenrangliste: irgendwie wurde einer der beiden Frühstarts nicht als solcher gewertet. Ob sich die Wettfahrtleitung die Startvideos angesehen hat? Team SCT kam an diesem Tag mit den schwierigen Windbedingungen sehr gut zurecht und verbuchte die Ränge 8/14/10/15/17, ebenfalls ein solider Auftakt in die lange Serie.

Am zweiten Tag zeigte sich der Bodensee von seiner schönen Seite: zwei Windstärken bei Sonnenschein und gefühlten 25 Grad! Herrlich das Wetter, herrlich auch die Resultate. Superbüsi konnte mit exzellenter Geschwindigkeit überzeugen, und sammelte nur wenige Punkte: 1/3/2/2/2. Ganz klar der Tagessieg! Die Zwischenrangliste zeigte dann ein erfreuliches Licht – Superbüsi in Führung mit 4 Punkten Vorsprung auf Rang 2. Auch das SCT-Team konnte gute Einzelränge (13/16/7/11/12)abrufen und blieb so in Schlagdistanz für einen Rang unter die ersten 10.

Der Samstag – Tag der Entscheidung. Diesmal Sonnenschein und Flaute, die Zeit schien für Superbüsi zu laufen. Doch dann entschied die Wettfahrtleitung überraschenderweise auszulaufen. Und tatsächlich konnte nach langem Warten ein Lauf gestartet werden. Diesmal verpatzt Mathias den Start der Superbüsis total – doch die Crew scheint das Unmögliche doch wahrmachen zu können. Noch in den letzten fünf an der ersten Luvboje, startet Superbüsi eine fulminante Aufholjagd. Top Geschwindigkeit, exzellente taktische Entscheidungen und starke Bojenmanöver führen das Team wieder auf Rang 4. Der Sieg in der J/70 Klasse scheint perfekt! Leider erwischte das SCT-Team mit einem 19. Rang einen schlechten Lauf, der gar zum Streichresultat wurde.

Die Rangverkündigung war denn aber für alle Teilnehmer eine Überraschung: Superbüsi war statt auf dem ersten Rang nur noch auf Rang 4! Bei der letzten Kontrolle der Rangliste ist vermutlich jemand der Wettfahrtleitung wieder über die Frühstartliste vom Donnerstag gestolpert – und siehe da, der Fehler wurde noch kurzerhand korrigiert…

Schade, wenn die Zwischenranglisten Fehler aufweisen und die Segler zwei Tage von falschen Tatsachen ausgehen. Insbesondere die Teams, welche den Sieg unter sich ausgemacht haben, wären froh um die Info gewesen, dass Superbüsi am letzten Tag nicht mehr um den Sieg segeln kann.

Abb.: Rangliste 1h vor Rangverkündigung. Die korrekte Rangliste ist auffindbar unter https://www.ycl.la/fileadmin/redakteure/Bilder_und_PDF_2018/PDF_2018/Endergebnisse_MC_2018_Klassen.pdf

Naja, wir nehmen es gelassen und freuen uns über den tollen Event, die wunderbaren Wettfahrten, die gute Atmosphäre und den neu geschlossenen Freundschaften. Und auch wir haben wieder vieles gelernt – bei einem Streicher sollte man eben besser nur einen Frühstart generieren… 😉

Team Superbüsi

Nächster Event: 19.-20. Mai, Swiss Cup in Lugano