Anker hält.. !

Nicht von schnellen sondern von sorgfältigen Ankermanövern.

Am gestrigen Freitag Abend, 18. Januar 2019 fand im Clubhaus des Segelclub Tribschenhorn Luzern der „Workshop Ankern“ statt. Rund 25 Personen fanden sich im Clubhaus ein um über das Ankern zu diskutieren und Erfahrungen zum Ankern auszutauschen. Elmar Barbana, unser Präsident, führte durch den Abend. Mit hunderten von Nächten vor Anker darf Elmar zweifellos als erfahrener Ankergänger bezeichnet werden.

Unbedingtes Ziel der ankernden Segler ist ein Anker der hält. Ein „Wandern“ mit dem Anker, zum Beispiel nach einem Winddreher auf Legerwall in Richtung Ufer oder während unseres Schlafes gar unbemerkt quer über den ganzen See, wollen wir möglichst verhindern. Solche Schreckensmomente überlassen wir lieber anderen, zum Beispiel den Bootsführern der mastlosen Boote.

Nach dem gestrigen Abend wissen wir nun um die Unterschiede der verschiedenen Anker, wissen wieviel Kette wir benötigen und wie wir ein Ankermanöver durchführen. Generell lässt sich zusammenfassen, dass eine Ankerkette der Ankertrosse überlegen ist. Wenn die Kette auf unseren oft nicht meertauglich ausgerüsteten Yachten nicht in üppiger Länge vorhanden ist, so hilft schon ein Kettenvorlauf von beispielsweise zwanzig Metern.

Die erfahrenen Ankergänger sind sich einig: Es gibt nichts Schöneres als die Nacht auf dem See vor Anker liegend zu verbringen. Das theoretische Rüstzeug hierzu haben wir nun – jetzt müssen wir uns nur noch an das Ausprobieren machen.. 🙂

Im Anschluss an den theoretischen Teil wurde bei einem Glas Wein kräftig Seegarn gesponnen.

Herzlichen Dank an Elmar Barbana für das Vorbereiten und Durchführen des sehr informativen Abends! Auch Henry Müller (ebenfalls ein sehr erfahrener Ankergänger) danke ich für seine wertvollen Ergänzungen. Ein weiteres Dankeschön geht an Maria Beck für das Vorbereiten des Apéros.

Text: Pius Kunz
Bilder: Hansruedi Tschudin

Skizzieren wie die Kette an den Korallen befestigt werden..
Im Paradies vor Anker
Aufmerksame Zuhörer